nach unserem ersten "Bandversuch" im Herbst 1975 trafen wir uns
noch öfter und es fanden auch Umbesetzungen statt, bis sich vier Leute fanden
die eine Band gründen wollten. Aber bis dahin war noch ein langer weg. Ich war
vorerst froh das ich einige Akkorde schrammeln konnte. Aber ich wollte eine
neue Gitarre. Und so machten es meine Eltern, beindruckt von meiner Ausdauer, zu Weihnachten möglich. Eine Nagelneue Yamaha
FG335 stand unter dem Weihnachtsbaum, und ich war stolz wie Oskar. Dazu hatte
ich eine himmelblaue Kunstledertasche, wie sie damals üblich waren. Wir hatten nach Weihnachten dann
regelmäßig Bandtreffen, und probierten es mit alten Mikrofonen in den Akustikgitarren
über alte Röherenradios. Alles nicht wirklich prickelnd, es mussten E-Gitarren
und Verstärker her!
Hie aber noch Bilder von meiner FG335, die ich bis heute gerne und viel
spiele, und die mich nie mehr verlassen hat. Die Zeit hat ihre Spuren
hinterlassen, aber das ist bei dem Alter und vielen Lagerfeuereinsätzen normal.
Gekostet hat sie damals ungefähr 300DM, Das war damals schon eine
mittelpreisige Western. Immerhin hat sie Bindings am Body und einen Stripe am
Back. Hier die Spec´s die ich im Internet gefunden habe und einige Bilder:
Decke – Fichte (ich glaube massiv)
Boden/Zargen - Mahagoni
Hals - Nato
Fingerboard - Indian Rosewood
Brücke - Indian Rosewood
Die allererste!
Es war im Frühjahr 1975, als ich mein Herz für Gitarren entdeckte. Ich war in der 7. Klasse und wir waren auf Klassenfahrt. Ein Klassenkamerad hatte seine Ibanez Westerngitarre mit und wir haben jeden Abend zusammen gesungen. Da war für mich klar, das willst du auch. Wieder Zuhause angekommen, erinnerte ich mich, dass wir noch eine alte Gitarre hatten. Mit dem Liederbuch Student für Europa und der alten Wandergitarre lernte ich die ersten Akkorde, und schon im Herbst des gleichen Jahres trafen wir uns mit vier Freunden und Spielten zusammen „I schould have known better“ von den Beatles. Einer spielte den Basspart, zwei den Rhythmus und einer hämmerte auf dem Body einer vierten Gitarre als Schlagzeug rum. Da entstand die Idee eine Band zu gründen.
Die alte Gitarre war wirklich eine Wandergitarre im Sinne des Wortes, denn nachdem ich später mehrere Gitarren hatte, wanderte sie zuerst zu meiner Schwester und dann zu meinem Bruder, wo ich sie 2010 wohlbehütet auf dem Dachboden wiederfand. So habe ich sie noch heute, meine erste Gitarre. Als ich Sie damals zuhause fand, sah sie schon genauso abgenutzt aus wie heute war mindesten schon 10 Jahre alt. Ich vermute, dass die Gute heute über 50 ist. Es war auch mal eine Schild in der Gitarre, und ich meine es stand Höfner drauf, ich kann mich aber täuschen. Die Saitenlage war solange ich mich erinnern kann nicht besser als heute, aber trotzdem ist sie die Gitarre meines Herzens, denn ich habe auf ihr spielen gelernt. Hier einige Bilder; und ja, sie ist noch spielbar!


